Ursachen für Leiden

Wenn wir aufwühlende Emotionen wie Wut, Trauer, Angst oder Unruhe erfahren, dann fühlt es sich meist so an, als würden es die Menschen oder die jetzige Situation sein,
die  uns das „antun“.

Wir bemerken erst einmal nicht, das hinter diesem Erleben etwas in uns existiert,
das wir somit – unbewusst –  mit uns tragen.

Woher kommt das?

In unserer Kindheit haben wir Erfahrungen gemacht, die für uns schmerzlich waren, aus denen wir uns nicht lösen konnten oder bei denen wir niemanden an unserer Seite hatten, der uns durch die Gefühle liebevoll geleitet hat.

Als Kinder waren wir allein auf uns gestellt. Wir haben den Urteilen unserer Begleiter geglaubt und aufgehört zu uns selbst zu stehen uns dennoch als „richtig“ zu erkennen. Warum? Wir mussten uns damals anpassen, weil wir glaubten, die Liebe der Erwachsenen zu brauchen. So haben wir begonnen, diese Urteile selbst für wahr zu halten und Gedanken – als Glaubenssätze –  für die Wirklichkeit zu erhalten.

Und was ist die Ursache?

Schmerzliche Glaubenssätze fühlen wir auf der Körperebene als Schmerz.
Emotionen sind Echos von Gedanken, in die eine, wie auch in die andere Richtung.
„Ich bin o.k.“ fühlt sich einfach anders an als „ich bin nicht o.k.“.
So haben wir diese Glaubenssätze tief ins Unbewusste verdrängt, um ihrem Schmerz-Echo zu entrinnen. Doch von dort leben sie dennoch weiter.

Da alles in seiner Essenz Energie ist, und Energie in Bewegung (emotio) sein will, ziehen wir den alten Erfahrungen entsprechend sehr ähnliche Situationen so lange an, bis die in uns festgehaltenen Emotionen als quellle allen Leidens integriert sind und wir frei von diesen alten Glaubenssätzen.
Wir irren mit diesen Glaubenssätzen  – die wie Filter wirken – solange  durch die Korridore unserer kindlichen Vergangenheit und erleben die Welt aus ihnen heraus als verletzend oder uns selbst und andere als falsch, bis wir sie als Irrtümer in unserem Denken erkennen.

Unsere Umwelt ist unser Spiegel. Das ist eine wunderbare Nachricht.
Damit haben wir es selbst in der Hand, unser Leben neu und liebevoll zu gestalten.
Denn auch das ist ein Glaubenssatz – “ andere haben Macht über mich“

Weil wir erzogen wurden, die Gefühle in „gute“ und „schlechte“ einzuteilen, liegt auf diesen Schwingungen eine Bewertung. Was „gut“ ist, ist richtig, was sich „falsch“ anfühlt, soll nicht sein.
So laufen wir vor uns selbst weg, versuchen, andere Menschen zu ändern oder bleiben in Situationen, weil wir glauben, es müsse so sein.

Unsere Emotionen sind wunderbare, wertvolle Kraftstoffzellen für unser alltägliches Leben.
Es kostet uns viel Kraft entweder mit angezogener „Handbremse“ durchs Leben zu gehen oder diese Emotionen nach aussen zu kattapultieren, um sie nicht fühlen zu müssen.

Wie komme ich da raus?

Wenn wir uns nach Innen wenden, unsere bisher unbewussten Gedanken auf die Wahrheit überprüfen, sie auf diesem Weg als Illusionen erkennen, dann beginnt ein neuer Lebensweg.